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Die Sagen-Wandertour: Auf den Spuren des stillen Volkes in Schörzingen

Start- und Endpunkt: Schörzingen

Dauer: 3,5 Stunden,

Freizeitkarte F507 Villingen-Schwenningen 1:50.000 (hier online bestellen)

 

Rund um Schörzingen und Schömberg, mit Blick auf das Fachwerkstädtchen Rosenfeld und auf Rottweil, führt die geheimnisumwobene Sagentour. Dreieinhalb Stunden läuft man auf den Spuren des schweigende Volkes und der trauernden Gräfin. Dabei  ist lediglich ein geringer Höhenunterschied zu überwinden. Trotzdem: gutes Schuhwerk mitnehmen!

 

Tourbeschreibung:

Sie erreichen die Haltestelle "Schörzingen Rathaus" mit der Buslinie 7445 aus Richtung Schömberg. In Schömberg besteht jeweils direkter Anschluss von der Linie 7440 aus Richtung Balingen. Die Linie 7445 fährt am Wochenende nur nach telefonischer Anmeldung. Startpunkt der Wanderung ist der Dorfbrunnen im Zentrum von Schörzingen – Auge und Auge mit dem „Eckermahli“. Dieser Wicht, der sich hier als Brunnenfigur tarnt, ist ein tückischer kleiner Kobold, der in den Wäldern haust und nette Wanderer vom Wege abbringt. Also Vorsicht!

 




Galluskirche Schörzingen

Über die Untere Kirchstraße führt der Weg zur St. Galluskirche. 1740 wurde sie nach einem Brand wieder fertiggestellt und zählt heute zu den schönsten barocken Dorfkirchen des Landes. Sehenswert sind hier die Werke des Schömberger Barockkünstlers Urban Faulhaber, der auch die Wallfahrtskirche auf dem Palmbühl verschönert hat.

 

Gleich oberhalb der Kirche beim Ehrenmal rechts kommt die Lehrstraße in Sicht. Leicht bergan geht es nun und auf dem Friedhofweg entlang bis zur Mozartstraße. Rechts zur Schumannstraße wandern und dieser bis ans Ende folgen. Jetzt wird es etwas komplizierter: Bei der Wendeplatte führt nach rechts neben einer Garage ein Fußweg hindurch auf einen Fahrweg. Dem Fahrweg in nördlicher Richtung bis ans Ende folgen und von dort aus nach rechts fast weglos über die Wiese bergwärts in Richtung Wald laufen (aber immer schön ans Eckermahli denken und sich nicht verwirren lassen!). Wenige Meter am Waldtrauf weitergehend führt nach links ein Weg in den Wald. Beim Verlassen des Waldstückes einfach die eingeschlagene Richtung beibehalten, bis ein Wiesenweg auftaucht. Diesem Weg parallel zur Hochspannungsleitung folgen. Der Weg mündet in einen Makadamweg, auf dem man, wenn man sich nach rechts wendet und ihm folgt, auf die Hochfläche kommt. Unmittelbar am Waldeck geht es wieder nach rechts zum Zaun der Relaisstation. Nach knapp 50 Metern links am Zaun entlang kommt schon der Aussichtspunkt auf dem Wochenberg in Sicht.

 

Kaum zu glauben, dass sich an diesem idyllischen Aussichtsort gar Grausliches ereignet hat! Vor tausend Jahren stand hier oben auf dem Wochenberg eine Stadt. Bis heute sieht man ihre Wälle und noch immer finden sich Wohngruben am südwestlichen Höhenrand. „Handeln und nicht reden“ – das war der Wahlspruch der Bewohner dieser Stadt. Wer wissen möchte, welches schreckliche Ereignis die armen Stadtbewohner verstummen ließ, kann sich die Tafel des Sagenwanderweges anschauen, die über die Sage vom stillen Volk berichtet.

 

Zurück geht es dann auf dem gleichen Weg bis zum Waldeck. Parallel zur Autostraße von Schömberg Richtung Deilingen, führt der Wanderweg in südöstlicher Richtung weiter, zuerst durch die Senke, dann bergauf durch den Hochwald und immer noch parallel zur Autostraße zum Ortsrand von Deilingen. Links geht ein Weg abwärts zur Hauptstraße und dann rechts in Richtung Gewerbegebiet Reuthof. Und schon ist man wohlbehalten auf dem Hauptwanderweg 1 (HW 1) des Albvereins (Markierung: rotes Dreieck, dessen Spitze nach Oberhohenberg und Lemberg zeigt). Immer der Markierung nach Schörzingen folgen!

 

300 Meter nach dem Ortsende von Deilingen stößt man schließlich auf die traurige Gräfin: „Geliebt im Leben, geliebt im Tod, starb hier die Gräfin in bitterer Not“, so berichtet die Sage, die neben dem Bildstöckchen an der Straße verzeichnet ist. Genau an dieser Stelle brach die Gräfin von Hohenberg im Jahre 1449 tot zusammen. Was war passiert? Nun, wir verraten es nicht – hinwandern und selber lesen!

 

Wem das traurige Schicksal der guten Gräfin nicht den Appetit verhagelt hat, der kann auf der Straße weitergehen bis zu einer Gabelung, dann nach links bergauf dem Dreieck folgen und eine Rast bei der Hohenberghütte einlegen. Schön für Kinder: der Grill- und Spielplatz! Rechts abwärts führt der Weg dann wieder nach Schörzingen, zurück zum Brunnenkobold oder direkt in eins der gemütlichen Lokale, wo nach der Wanderung ein Belohnungsbierchen oder ein Viertele auf müde Wanderer wartet! Die Buslinie 7445 bringt sie zurück nach Schömberg, wo direkter Anschluss an die Buslinie 7440 nach Balingen besteht. Am Wochenende müssen die Fahrten mit dieser Linie telefonisch angemeldet werden.



Diese Tour wurde dem Wanderführer "Abenteuer Stille " entnommen, der vom Gemeindeverwaltungsverband Oberem Schlichemtal herausgegeben wird. Das Buch mit weiteren Touren, Detailkarten und Tipps im praktischen Format mit Spiralbindung ist bei der Zollernalb-Touristinfo erhältlich. Weitere Tipps und Informationen rund um Freizeit und Urlaub auf der Zollernalb finden Sie auch unter http://www.zollernalb.com.



Fahrplanauskunft
Hinfahrt zum Start in Schörzingen Rathaus
Rückfahrt vom Endpunkt in Schörzingen Rathaus
Datum
(TT|MM|JJ)
Stadt / Ort
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