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Die Rulaman & Ruinen-Tour: Räuberhöhlen und Höhlenmenschen bei Wittlingen

Startpunkt Wittlingen, Endpunkt Seeburg

8 Kilometer

Freizeitkarte F524 Bad Urach 1:50.000 (hier online bestellen)

 

Von der Ruine Hohenwittlingen führt diese Wandertour in die Schillerhöhle, wo der berühmte Urmensch Rulaman zu Hause war, und von dort aus zur Ruine Baldeck, dem „Mörderschlössle“, wo im 17. Und 18. Jahrhundert Räuber und Kidnapper ihr Unwesen trieben!




Wittlingen

Tourbeschreibung:

Tourstart ist die Uracher Straße in Wittlingen (zu erreichen vom Bahnhof Bad Urach mit der Buslinie 7646 bis zur Haltestelle "Wittlingen Uracher Straße"). Von hier aus zeigt die gelbe Raute des Albvereins den Weg durch die dorfnahen Obsthalden und dann auf schmalem Pfad durch den Wald, bis etwa eine nach einer halben Stunde Fußmarsch die Ruine Hohenwittlingen ist Sicht kommt.




Ruine Hohenwittlingen

Erbaut wurde diese „typische Schildmauerburg in Spornlage“ vermutlich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts und diente dazu, die wichtigste Reichsstraße, die damals durch das Ermstal führte (das zu dieser Zeit übrigens „Swiggertal“ hieß), zu schützen. Später war das hehre Gemäuer unter anderem im Besitz von Graf Ulrich I. von Württemberg, brannte im Jahre 1576 ab, wurde wieder aufgebaut und diente dann als Gefängnis für „Wilderer und Bösewichte“. Unwahrscheinlich, dass die Bösewichte plötzlich ausstarben, aber trotzdem wurde die Burg später nicht mehr bewohnt und verfiel ab 1948. Die Bauern in der Gegend störte das nicht – im Gegenteil, sie nutzten die dicken Mauern und dressierten angeblich ihre Rindviecher darauf, beim Herannahen von Feinden hinter die schützenden Mauern zu traben.

 

Weiter geht es auf markiertem Weg zur Schillerhöhle. Bekanntheit erlangt hat sie unter dem Namen „Tulka-Höhle“ in der Höhlenmensch-Saga „Rulaman“ des Schriftstellers David Friedrich Weinland (1829 – 1915). Diese „Erzählung aus der Zeit des Höhlenmenschen und des Höhlenbären“ erzählt die Geschichte vom jungen Rulaman und seiner Sippe. 250 Meter lang soll die Höhle sein, die begehbare Strecke ist allerdings kürzer – und eine Taschenlampe sollte man für die Besichtigung auf jeden Fall im Gepäck haben.

 

Zurück geht es dann wieder ein paar Schritte zur Ruine Hohenwittlingen und dann rechter Hand immer der Markierung mit dem gelben Dreieck nach auf den Höhenweg zur Ruine Baldeck. Etwa eine Dreiviertelstunde dauert es, bis die Ruine auftaucht. Das heißt – auftauchen ist wohl zu viel gesagt, denn die Ruine ist so mit dem Fels verwachsen, dass man auf den ersten Blick genau hinschauen muss, um sie zu erkennen. Das untere Geschoss der Kernburg wurde sogar direkt aus dem Fels herausgearbeitet. Die Burg war ursprünglich Sitz von Gefolgsleuten der Uracher Grafen und wurde wahrscheinlich um das Jahr 1250 herum erbaut. Ihr Name kommt aus dem Mittelhochdeutschen „baldw“ (kühn).




Seeburg

Im 17. und 18. Jahrhundert kam allerdings ein neuer Name ins Gespräch: „Mörderschlössle“ wurde die Burg genannt. Nomen est Omen, schließlich war die Festung zu dieser Zeit ein richtiges Räubernest. Man nimmt an, dass in den Räumen Gefangene so lange darbten, bis die bucklige Verwandtschaft endlich das geforderte Lösegeld rausrückte (falls nicht: Siehe „Mörderschössle“).

 

Letzte Etappe der Tour ist ein etwa fünfzehnminütiger Spaziergang auf der Höhe und dann der Abstieg ins Tal. Dort überquert man die Erms und läuft schließlich im sicheren Hafen von Seeburg ein. Die Haltestelle "Seeburg" wird von der Buslinie 7645 in die Richtungen Bad Urach Bahnhof und Münsingen - Zwiefalten - Riedlingen bedient.



Fahrplanauskunft
Hinfahrt zum Start der Tour nach Wittlingen
Rückfahrt vom Ende der Tour in Seeburg
Datum
(TT|MM|JJ)
Stadt / Ort
Uhrzeit
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