Start- und Endpunkt Tübingen
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Quer durch Galerien, Museen, Epochen und Stile führt diese gemütliche Bummel- und Besichtigungstour. Ob man sich dabei lieber von Andy Warhols Popart, von Skulpturen der Naturvölker oder von asiatischer Malerei inspirieren lässt – für jeden ist was dabei!
![]() Kunsthalle Tübingen |
Tourbeschreibung:
Die Tour beginnt mit einem Klassiker: Vom Bahnhof aus geht es erst einmal mit dem Stadtbus den Berg hinauf bis zur Kunsthalle Tübingen im Philosophenweg (Vom Tübinger Hauptbahnhof fährt die Buslinie 17 (Mo-Sa) bis zur Haltestelle "Tübingen Kunsthalle". Alternativ mit der Buslinie 5 (täglich) oder 2/5 (Sonn- und Feiertage) bis zur Haltestelle "Tübingen Wanne Kunsthalle". Von dort 150 m zu Fuß.). Ob Kandinsky, Rousseau oder Cezanne – alle haben sie sich hier auf den Sonderausstellungen sozusagen schon die Klinke in die Hand gegeben. Aber auch zeitgenössische Photo-Art, modernste Malerei und vieles mehr stehen auf dem Programm. Mit dem Stadtbus kann man sich dann auch wieder bequem den Berg hinab direkt in die Innenstadt von Tübingen chauffieren lassen!
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Zurück in der Innenstadt reiht sich ein Musentempelchen an das nächste. In der Metzgergasse zum Beispiel lädt ein Fachwerkhaus zu einem Besuch ein: die schmucke Galerie im Alten Schlachthaus. Aber auch in den anderen Tübinger Gässchen und Sträßchen kann man sich treiben lassen und Galerien, Goldschmiede, Töpfereien und Bernsteinwerkstätten entdecken.
![]() Haaggasse |
Ein Abstecher lohnt sich in die Haaggasse zwischen Marktplatz und Haagtor. Neben Antiquitäten- und Kunstlädchen finden sich hier schöne Kneipen und Cafés wie zum Beispiel der Pfauen – wie gemacht dafür, bei einem gepflegten Glas Wein die Kunstgeschichte neu zu überdenken, bevor man zur letzten Station der Tour aufbricht.
![]() Galerie Gottschick |
Ein paar Straßen vor dem Bahnhof, in der Uhlandstraße, ist die neueste Kunst zu Hause (über die Neckarbrücke gehen und dann rechts). Gleich zwei renommierte Galerien gibt es hier. Weithin bekannt ist die Galerie Gottschick, wo man zum Beispiel Arbeiten zeitgenössischer Künstler kennen lernen kann. Außerdem findet sich hier eine ständige kleine Popart-Ausstellung mit Werken von Andy Warhol und James Rosenquist. Ein weiterer Schwerpunkt sind Bilder des pfälzischen Malers Gernot Kissel: Frauen mit signalroten Lippen, aber auch Stilleben und Landschaftsmalerei, die manch einer von diesem Künstler noch nicht kennt. Wie viele Galerien hat auch diese nicht jeden Tag geöffnet, es gibt aber natürlich die Möglichkeit, telefonisch bei Margot und Karl-Friedrich Gottschick durchzuklingeln und einen separaten Termin zu vereinbaren – und vielleicht höflich anzufragen, ob man einen Blick in ihren (privaten) Skulpturengarten werfen darf.
![]() Galerie Joho |
Von der westlichen zur asiatischen Kunst ist es in Tübingen nur ein kleiner Schritt. Schräg gegenüber liegt die Galerie Joho, die Dr. Joachim-Volker Höltje leitet. Schwerpunkt dieser Galerie ist die zeitgenössische ungegenständliche Kunst, insbesondere die asiatische. Japanische Künstler wie Kunito Nagaoka (Kyoto) und der in Deutschland lebende Koho Mori-Newton haben hier schon ausgestellt, außerdem kann man hier je nach aktueller Ausstellung Werke von Malern wie Shen Fan aus Shanghai und der Koreanerin Kwang-Ja Yang sehen. Auch Herr Dr. Höltje öffnet seine Galerie gerne nach telefonischer Absprache. Von der Uhlandstraße ist es dann nur noch ein Katzensprung rüber zum Bus- und Hauptbahnhof, von dort gibt es Anschlüsse auf Busse und Züge in alle Richtungen.
![]() Museum Schloss Tübingen |
Option 1: Ausflug in der Frühzeit der Kunst
Wer sich die Bustour zur Kunsthalle sparen will und lieber in der Tübinger Innenstadt bleibt, kann vor dem Galerienbesuch auch Kurs auf die Burgsteige nehmen und das Museum Schloss Hohentübingen besuchen. Hier gibt es einige der ersten Kunstwerke von Menschenhand zu sehen, darunter das berühmte Pferdchen vom Vogelherd und eine sehenswerte Abguss-Sammlung antiker Plastiken.
![]() Skulpturen von Ugge Bärtle |
Option 2: Ugge Bärtle im Gärtle
In der Herrenbergerstraße 12 lebte und arbeitete der Tübinger Bildhauer Ugge Bärtle (1907-1990). Lithographien, Holzschnitte, Radierungen und Resopalritzungen, Skulpturen und Plastiken gehören zu seinem Werk. Geöffnet hat das kleine Museumshaus zwar nur an zwei Tagen in der Woche, wer möchte, kann aber jederzeit über den Gartenzaun linsen: Der Skulpturengarten kann nämlich vom Föhrberg aus eingesehen werden. Zwei Buchtipps gibt es gleich dazu:
- Barbara Lipps-Kant: „Ugge Bärtle. Das druckgraphische Werk 1946-1987“, ISBN 3-910090-17-6.
- Katharina Scharlowski: "Ich mach mich jetzt ans Werk - Erinnerungen an den Bildhauer Ugge Bärtle", ISBN 978-3-89308-410-4 (erscheint im April 2010)
2010 - zum 20. Todestags des Künstlers - wird es auch eine Sonderschau im Ugge-Bärtle-Museum geben, zudem ist im April 2010 die Präsentation des neuen Buches geplant.
![]() Stadtmuseum Tübingen |
Option 3: Scherenschnitt-Kunst im Stadtmuseum
Im vierten Stockwerk des Stadtmuseums im Kornhaus Tübingen befindet sich das „Lotte Reiniger Museum“. Wer die Dame war? Eine Trickfilmpionierin mit Weltruhm! Sie lehrte Scherenschnitte laufen und verknüpfte die Kunst des Schattenrisses mit dem modernen Medium Film. Zwischen 1926 und 1940 arbeitete sie in Paris, London und Rom mit dem französischen Filmregisseur Jean Renoir zusammen. Ihr Film „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ – der erste abendfüllende Scherenschnittfilm der Filmgeschichte übrigens – ist aus 300 000 Einzelaufnahmen zusammengesetzt. Und wo lebte diese berühmte Frau? Im naldoland, und zwar in Dettenhausen!
Sie möchten weitere Infos über Tübingen (Karten, Flyer, Stadtführungen)? Dann schauen Sie doch einfach mal beim Tourist & Ticket Center des Bürger- und Verkehrsvereins Tübingen direkt an der Neckarbrücke vorbei. Geöffnet Montag bis Freitag von 9.00 bis 19.00 Uhr, Samstag von 9.00 bis 17.00 Uhr. mail@tuebingen-info.de, www.tuebingen-info.de. |
















