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Die Zeitsprung-Tour: Mammuts, Maler & Mittelalter in Veringenstadt

Start- und Endpunkt Veringenstadt

Freizeitkarte F526 Sigmaringen 1:50.000 (hier online bestellen)

 

Eine schöne, kleine Nachmittagstour durch die Jahrtausende ist der Besuch im denkmalgeschützten Städtchen Veringenstadt. Geeignet ist dieser Zeitsprung für alle, die gemächlich ein bisschen Natur genießen möchten und in die Kultur vergangener Jahrhunderte eintauchen wollen.




Bahnhof Veringenstadt

Tourbeschreibung:

Den Bahnhof Veringenstadt erreicht man ohne Probleme mit den Zügen der HzL-Bahnlinie Hechingen – Gammertingen – Sigmaringen. Samstag und an Sonn- und Feiertagen halten dort nur wenige Züge. An diesen Tagen bedient die Buslinie 9 die gleiche Strecke im 2-Stunden-Takt. Deren Haltestelle heißt "Veringenstadt Deutstetter Straße". Vom Bahnhof aus sind es nur noch ein paar Meter zum Zentrum der „Perle des Laucherttales“, die wirklich mit einer sehr langen Geschichte aufwarten kann.




Göpfelsteinhöhle

 

Wie ein Gruß aus der Vergangenheit sitzt ein Urmensch auf dem Lauchertbrückle. Schon in der Altsteinzeit wurden Siedlungsspuren gefunden, zum Beispiel in der Göpfelsteinhöhle. Aber auch aus der Jungsteinzeit, der Mittleren Steinzeit, der Jungsteinzeit und der Bronzezeit sind Funde wie Speerspitzen und ähnliches erhalten. Alle Höhlen – die Göpfelsteinhöhle, die Nikolaushöhle, Anna-Kapellenhöhle und die Schafstallhöhle – befinden sich in der näheren Umgebung der Altstadt. Wen es eher ans Tageslicht zieht, auf den wartet ein wunderschöner Uferlehrpfad "Lebendige Lauchert".


Ins Mittelalter taucht man ganz automatisch ein, sobald man in den verwinkelten Altstadtgässchen spazieren geht und bei den Fachwerkhäuschen etwas genauer hinschaut. Tafeln erzählen die Geschichte der Häuschen, über deren Bewohner und die Berufe. Das Haus des Hufschmieds ist ebenso gekennzeichnet wie das Haus der Ackerbauern. Sehenwert ist das Rathaus aus dem Jahr 1415 n. Chr., das übrigens als ältestes Rathaus Hohenzollerns gilt.




Strübhaus

Ein besonders interessantes Ausflugsziel ist das rosarote „Strübhaus“. In diesem „Haus der Malkunst“, das um 1500 erbaut wurde, lebten mehrere Meistermaler aus Veringen, Sigmaringen  und Meßkirch. Die Ausstellung gibt einen guten Einblick in die Maltechnik um 1500. Und wer anschließend das einzige Original der Künstlerfamilie Strüb sehen möchte, wandert nachher einfach hoch zur renovierten Burganlage. Achtung: Beide Museen öffnen nur auf Anfrage, also vorher telefonisch anmelden.




Hexe von Veringen

Nicht mehr aus dem Mittelalter, sondern aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg stammen Ausstellungsstücke, hinter denen eine besonders traurige Geschichte steht. Besucht man das Heimatmuseum im Rathaus, sieht man nicht nur die Funde aus der Vor- und Frühgeschichte der Stadt, sondern auch ein Hexenhemd und die Originalakten des letzten Hexenprozesses. Angeklagt war die „Hexe von Veringen“, Anna Kramerin, die 1680 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Hinter dem Strübhaus steht die vermeintliche Hexe in Bronze gegossen vor einer Efeuwand – mit dem wichtigen Hinweis, dass die Bader-Anne trotz schwerer Folter niemanden mit angeklagt hat.

 

 



Fahrplanauskunft
Hinfahrt zum Start in Veringenstadt Bahnhof
Rückfahrt vom Endpunkt in Veringenstadt Bahnhof
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