Navigation
Die H2O-Tour: Wasserfälle, Quellen & Co. rund um Urach

Start- und Endpunkt: Bad Urach

9 Kilometer

Freizeitkarte F524 Bad Urach 1:50.000 (hier online bestellen)

 

Der Gütersteiner und der Uracher Wasserfall, ein „Rutschenbrunnen“ auf der Alb, ein Wasserrad im Museum und schließlich ein Badenachmittag im Höhenfreibad - diese  geologisch hoch interessante Wasser-Rundtour eignet sich prima für Familien mit größeren Kindern. Die ganze Strecke läuft man allerdings am besten nur bei trockener Witterung.




Ermstalbahn

Tourbeschreibung:

Startpunkt ist die Haltestelle Bad Urach "Wasserfall". Diese erreicht man mit den Zügen der Ermstalbahn aus Richtung Reutlingen – Metzingen und der Buslinie 7640 aus Richtung Metzingen (nur Mo-Fr). Mit der Buslinie 100 aus Richtung Reutlingen – Eningen (Samstag nur 2 Fahrten, nicht an Sonn- und Feiertagen) fährt man bis zur Haltestelle "Bad Urach Adalbert-Stifter-Straße". Von der Haltestelle Wasserfall ab folgt man dem blauen Dreieck durch das Maisental zum Gütersteiner Wasserfall. Die Strecke führt zunächst an einem Reiterhof vorbei und dann am Gestütshof Güterstein rechts (Viehstellenweg, Schutzhütte). Bald geht es bergauf und rechts ab. Im Zickzack führt die Route daraufhin den Wald aufwärts bis zu den Wasserfällen (Achtung, die Wege sind oft glitschig!). Geologisch interessant: Sowohl der Gütersteiner als auch der Uracher Wasserfall führen sehr kalkhaltiges Wasser. Wer es ganz genau wissen möchte, der berühre einfach einige Pflanzen oder Moospolster im Spritzwasserbereich. Sie sind schon von einer dünnen Kalkschicht überzogen. In feuchtem Zustand ist dieser „Kalktuff“ gut zu verarbeiten und war auch ein beliebter Bau- und Dekorstein, da er beim Austrocknen gute wärmeisolierende Eigenschaften hat.




Rohrauer Hütte

An der Oberkante des Hauptwasserfalles (beim Pumphäuschen) wechselt die Markierung (rotes, liegendes Y). Der Weg führt auf eine weitere Terrasse hinauf. Hier stand im Hochmittelalter ein Kloster, heute findet sich noch eine kleine Kapelle an dieser Stelle. Und weiter geht der Weg am Hang entlang und dann zum Fohlenhof hinauf. Beim Fohlenhof links halten (rotes Dreieck) und durch ein Waldstück wandern. Kleiner Tipp für Hungrige: Am Wochenende kann man wunderbar in der Rohrauer Hütte einkehren.




Runder Berg

Nächstes Etappenziel ist der Rutschenbrunnen, ein sogenanntes „Schluckloch“ auf der Alb. Das ist eine geologische Besonderheit, denn eigentlich gibt es auf der Albhochfläche im verkarsteten Kalkstein keine Quellen. Durch Anlösen des Kalkgesteins über einem bis dicht an die Erdoberfläche heranreichenden Vulkanschlot kam es zur Bildung einer Doline (Einsturztrichter über einem unterirdischen Hohlraum), an deren Rand die Wasser stauende Schicht freiliegt. Hier bildete sich eine schon seit Jahrhunderten niemals versiegende Quelle, was auch die zahlreichen vorgeschichtlichen Fundstellen in diesem Raum erklärt.




Hohenurach

Der nahegelegene Aussichtspunkt Camererstein bietet sich ebenfalls für eine (Grill-)Rast an - aber Vorsicht bei der Steilkante! Links hat man eine schöne Aussicht auf das Maisental und rechts auf das Brühlbachtal. Dazwischen liegt der Runde Berg, ein mit der Albhochfläche verbundener Ausliegerberg mit bedeutenden frühgeschichtlichen Fundstellen. Rechts vom Brühlbachtal erhebt sich die Ruine Hohenurach. Und am Horizont kann man sogar einen Blick auf den majestätischen Hohenneuffen werfen.




Höhenfreibad Tiergartenberg

Auf dem Weg abwärts trifft man auf die Abkürzungsroute über die Fohlensteige. An dieser Stelle kann man direkt über den Fahrweg in langgezogenen Serpentinen bergab bis ins Maisental gehen. Der Weg führt an einer Schutzhütte vorbei und rechts einen schmalen Pfad hinunter (Vorsicht: bei feuchter Witterung recht glitschig!) in Richtung Uracher Wasserfall.

Der Rückweg führt durch das Brühlbachtal (blaues Dreieck) bis zum Wanderparkplatz. Von dort aus kann man entweder direkt durch das Maisental zum Haltepunkt Bad Urach Wasserfall gehen oder rechter Hand die Ruine Hohenurach umrunden. In diesem Fall taucht oberhalb der Bahnstrecke bald das Seltbachtal auf. Und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zum kühlen Nass: Auf ins Höhenfreibad!




Alb-Thermen Bad Urach

Oder lieber ein Sprung ins heiße Wasser?

Für die etwas kühleren Tage empfiehlt sich ein Besuch in den berühmten Albthermen in Bad Urach, wo man sich nach Herzenslust im heißen Wasser aus der Tiefe treiben lassen kann. Im Raum Bad Urach liegt eine sogenannte Wärmeanomalie vor. Hier erwärmt sich der Untergrund bereits in der Nähe der Oberfläche viel stärker als in anderen Gebieten. 1970 wurde in 770 m Tiefe eine Thermalquelle erschlossen. Dieser Tatsache und der erwähnten Wärmeanomalie verdankte Urach in den Folgejahren einen rasanten Aufstieg als Kurort. In weiteren Bohrungen wurden in nur 3 km Tiefe bereits über 140°C angetroffen.

Vor oder nach dem Sprung ins heiße Wasser empfiehlt sich ein Besuch in der ehemaligen Klostermühle. 1454 wurde sie als Custors-Mühle erbaut, seit 1990 ist sie das Stadtmuseum. Zu besichtigen gibt es unter anderem ein schönes Wasserrad.

 



Fahrplanauskunft
Hinfahrt zum Start der Tour Bad Urach
Rückfahrt vom Ende der Tour in Bad Urach
Datum
(TT|MM|JJ)
Stadt / Ort
Uhrzeit
Uhr