Startpunkt Traifelberg, Endpunkt Eningen u. A.
Freizeitkarte F523 Tübingen/Reutlingen 1:50.000 (hier online bestellen)
Hoch hinauf führt diese Tour über wildromantische Felspfade zum Locherstein, zum Rötelstein, den Ruinen Greifenstein und Stahleck und schließlich zum geheimnisvollen Mädlesfelsen, wo sich einst die verfluchte „Urschel“ und ihr strickendes Dienstfräulein Gute Nacht sagten.
Tourbeschreibung:
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist die Haltestelle „Honau, Traifelberg“. Man erreicht sie aus den Richtungen Reutlingen (u.a. Haltestelle "Reutlingen Busbahnhof" am Hauptbahnhof und "Reutlingen Stadtmitte") und Großengstingen mit den Buslinien 400, 7606, 7607, aus Richtung Gammertingen mit der Buslinie 400, aus Richtung Münsingen mit der Buslinie 7606 und aus Richtung Zwiefalten mit der Buslinie 7607. Quer über die Bundesstraße geht es und dann immer dem roten Dreieck folgend auf dem Burgenweg entlang durch die Siedlung Traifelberg. Auf dem Locherstein angekommen, der übrigens der höchste Felsen rechts des Echaztales ist, kann man von 795 Metern Höhe eine wahrhaft atemberaubende Aussicht genießen.
![]() Ruine Greifenstein |
Und auch ein zweiter Aussichtsfelsen liegt auf der Tour: der Rötelstein. Von dort aus wandert man weiter zum Burgstein und vom Burgstein auf einem gut bezeichneten Weg zunächst nach Holzelfingen. Bei den letzten Häusern in Richtung Greifenstein verlässt man den Weg und nimmt Kurs auf den kleinen Greifenstein und die Ruine Greifenstein.
![]() Ursulaberg |
Schattige Wege führen zum Eckfelsen, von dem aus sich eine schöne Aussicht ins Zellertal und die Berge jenseits des Echaztales erschließt. Und hier kommt die „Ursel“ ins Spiel, die auch „Urschel“ genannt wird. Vor langer Zeit wurde sie verflucht und wartet bis zum heutigen Tag auf ihre Erlösung. Angeblich haust sie heute noch als Geist in „Ursenberg“, der im Jahr 1370 erstmals in einer Klosterurkunde erwähnt wurde und im Volksmund meist als „Ursulaberg“ oder „Urschelberg“ bekannt ist. Und genau den sieht man vom Aussichtsplatz sehr gut!
![]() Mädlesfels |
Nächste Etappe ist die Ruine Stahleck, vorbei am Stahlecker Hof, wo man übrigens auch gut ein Schorle-Päuschen einlegen kann, durch die Siedlung Göllesberg, links vorbei am Segelfluggelände. Von hier sind es nur noch ein paar Minuten zum sagenumwobenen „Mädlesfelsen“.
![]() Übersberger Hof |
Auf diesem soll einst ein Fräulein gesessen haben, ein „Mädle“ eben. Wahrscheinlich war es, so vermutet man heute, ein „Nachtfräulein“ der Urschel. Da saß es also und strickte an einem seidenen Schal. Pech für das Mädle, dass es von einem aufdringlichen Jäger belästigt wurde, und zwar so schlimm, dass dem armen Fräulein schließlich nichts anderes übrig blieb, als in die Tiefe zu springen. Doch wunderbarerweise überlebte es den Sturz vom Berg ohne einen Kratzer – vermutlich hat die Urschel eingegriffen. Pech für den Jäger: Die Urschel holte ihn daraufhin ebenfalls vom Berg und er ... nun ... er kam nicht unverletzt unten an.
Wie auch immer, die Wanderer sind auf jeden Fall auf der sicheren Seite und spazieren einfach nach Eningen hinunter. Ein Bus bringt Sie wohlbehalten und bequem aus Urschels Reich hinaus. Von der Haltestelle "Eningen Rathaus" bestehen mit den Buslinien 1 und 11 täglich mindestens 3 mal stündlich Verbindungen zum Reutlinger Hauptbahnhof. Außerdem halten dort die Regionalbuslinien 100 und 7644.












