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Die Geisterjäger-Tour: Spuk, Gespenster, Kettenrasseln rund um Sigmaringen!

Startpunkt Sigmaringen, Endpunkt Dietfurt

Freizeitkarte F526 Sigmaringen 1:50.000 (hier online bestellen)

 

Ja, auf dem Hohenzollernschloss in Sigmaringen spukt es ganz gewaltig! Und die Ruinen rund um das Städtle sind auch nicht ohne – ideal für eine kleine Gruseltour. Und wer sich vorher schon einstimmen möchte, kann ja mal unter www.gespensterweb.de schauen, wie ein richtiges Gespensterfoto aussehen könnte.

 




Schloss Sigmaringen

Tourbeschreibung:

Erste Etappe der Geister-Tour ist (zum Beispiel 10 Uhr) das prächtige Residenzschloss von Sigmaringen mit seinen vielen Türmen und Türmchen, Erkern und Terrassen. (Sigmaringen ist übrigens mit dem Zug aus allen Richtungen regelmäßig zu erreichen). Im Jahre 1890, als das Schloss noch vom Fürsten Leopold bewohnt wurde, weilte als Gast ein gewisser Fürst Eulenburg im Schloss. (Anlass des Besuchs war übrigens die feierliche Eröffnung der Bahnstrecke Stuttgart-Tuttlingen). An Schlaf war nicht zu denken, denn nachts besuchte ihn ein leibhaftiges Gespenst in seinem Zimmer: Etwas kam zur Tür herein und ging am Sofa vorbei. Schritte hallten unmittelbar neben seinem Bett und er hörte Klappern! Erst am Morgen erfuhr der geräderte Eulenburg, dass im Schloss die böse Landgräfin umgeht, die ihren Gatten mit Kompott vergiftet hat. Nachts klappert sie mit Geschirr und manchmal ist sie auch schon auf dem Flur gesehen worden. Der Bibliothekar Herr K. schwört heute zwar, der Gräfin noch nicht begegnet zu sein, aber wer weiß! Es lohnt sich auf jeden Fall, die prunkvolle Säle und gepflegten Salons zu besichtigen. Besonders erwähnenswert ist die Waffenhalle mit ihren ca. 3000 Exponaten, eine der größten, privaten Waffensammlungen Europas. Zum Schloss gehört das Fürstliche Museum, das charakteristische Meisterwerke des 15. und 16. Jahrhunderts aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Glas- und Schmiedekunst zeigt.




Ruine Dietfurt

Nach dem Schlossbesuch warten viele Altstadtcafés oder Restaurants auf hungrige Geisterjäger. Frisch gestärkt geht es dann weiter zur Ruine Dietfurt, zum Beispiel mit der Buslinie 50 (Richtung Tuttlingen Bahnhof - Samstag und Sonntag gibt es nur 3 Fahrten). Nach wenigen Minuten ist man dann schon im wildromantischen Örtchen Dietfurt.


Wer in Sigmaringen noch nichts gegessen hat, kann sich hier im Gasthaus zur Mühle mit malerischem Blick auf Wasser und riesige Felsen auf den Besuch der Ruine einstimmen. Die Burg selbst stammt vermutlich aus dem frühen 11. Jahrhundert und gehörte vielen verschiedenen Herren, zum Beispiel den Grafen von Werdenberg und denen von Fürstenberg. Im 17. Jahrhundert wurde sie als Wehrburg verwendet. Heute sieht man nur noch die schaurig-schönen Mauerreste. Beste Voraussetzungen für ruhelose Gespenster bietet die Ruine allemal: Tief unter ihren Mauern befindet sich eine Höhle. Von 1924 bis 1933 war die Burg im Besitz der Neutempler-Gesellschaft, die in besagter Höhle einen Sakralraum eingerichtet hatte. Und aus Dietfurt stammt auch eine ungemütliche Ahnherrin.

 

Gräfin von Werdenberg zu Dietfurt hieß die Dame und sie wird bis heute die „Tullia von Dietfurt“ genannt. Warum? Nun, Tullia hieß die Tochter des römischen Königs Servius Tullius, die an der Ermordung ihres Vaters beteiligt war. Ähnlich skrupellos soll angeblich Gräfin von Werdenberg gewütet zu haben. „Unehrbar, untreu und unverschämt“ soll sie aus Geldgier mit ihren Verwandten umgesprungen sein. Als sie im Kloster Inzigkofen beigesetzt wurde, traten ihre Verwandten denn auch „unter stärkster Verfluchung“ auf ihr Grab. Vielleicht erwischt man den Geist der Tullia von Dietfurt also irgendwo. Ein Tipp für ganz Mutige: Um in das Innere der Ruine zu kommen, kann man beim Bergwachthaus vor der Ruine (falls sie gerade besetzt ist) nach dem Schlüssel fragen. Vielleicht klappt’s. Ganz in der Nähe der Ruine gibt es einen Grillplatz. Zurück nach Sigmaringen kommt man wieder mit dem Bus der Linie 50 (Samstag und Sonntag jeweils nur 3 Fahrten).




Ruine "Gebrochen Gutenstein"

Option 1: Von Dietfurt zur Ruine Gutenstein

Wer noch nicht genug hat, wandert oder fährt von Dietfurt aus noch weiter in Richtung Gutenstein und schaut sich die Ruine „Gebrochen Gutenstein“ an. Dramatisch hängt das alte Gemäuer auf einer der Felsnadeln am Zusammenfluss von Schmeie und Donau. Auch dort gibt es eine Hütte mit Grillplatz in der Nähe vom „Teufelslochfelsen“. Wenn das mal keine schöne Kulisse für ein Lagerfeuer mit vielen Gespenstergeschichten ist! Falls man den Ausflug bis in den Abend ausdehnen möchte, sollte man sich vorher die Busverbindungen für den Rückweg anschauen. Oder eben die vier Kilometer nach Sigmaringen zurückwandern. Lohnt sich!




Mittelalterliche Aktionen auf Burg Hornstein

Option 2: Von Sigmaringen zur Burg Hornstein

Gespenstisch könnte es auch auf der Ruine Hornstein werden, die etwa vier Kilometer nordöstlich von Sigmaringen im Laucherttal liegt. 1247 wurde der Stammsitz der Familie von Hornstein erstmals urkundlich erwähnt. Und es ist noch gar nicht so lange her, dass das Gebäude die Hohenzollerische Zucht- und Besserungsanstalt war. Ausgangspunkt ist die Bushaltestelle Rathaus in Bingen (wird leider nicht an Sonntagen angefahren) – von dort aus sind es noch eineinhalb Kilometer. Ein kleiner Spaziergang, der sich gut bewältigen lässt. Übrigens: Für Kinder gibt es hier an warmen Sommerabenden Theaterveranstaltungen wie das Musical „Elisabeth von Thüringen“, Burgfeste, Ausstellungen und Nachmittage, an denen man Bogenschießen, Wappenmalerei und Stockbrotbacken ausprobieren kann.



Fahrplanauskunft
Hinfahrt zum Start in Sigmaringen
Fahrt von Sigmaringen nach Dietfurth
Rückfahrt vom Endpunkt in Dietfurth
Datum
(TT|MM|JJ)
Stadt / Ort
Uhrzeit
Uhr