Start- und Endpunkt: Dotternhausen
Dauer: 4 Stunden
Freizeitkarte F507 Villingen-Schwenningen 1:50.000 (hier online bestellen)
„Vom wundersamen Glück des Grafen“, lautet eine alte Geschichte, die an diesem Sagenwanderweg beschrieben ist. Rund um Dotternhausen geht die Tour und hinauf zum Plettenberg! Ein bisschen Kondition und Trittsicherheit sollte man haben, sonst machen die gut vier Stunden Weg doch etwas zu schaffen.
Tourbeschreibung:
Den Ausgangspunkt der Tour, die Haltestelle "Dotternhausen Rathaus" erreichen Sie mit der Buslinie 7440 aus den Richtungen Balingen und Rottweil. An Sonn- und Feiertagen vom 1. Mai bis zum 17. Oktober bedient zusätzlich der Rad-Wander-Shuttle den Haltepunkt "Dotternhausen-Dormettingen". Dieser ist 750 m vom Rathaus entfernt. Los geht es bei der Sporthalle Dotternhausen, über die Straße hangaufwärts zum Dorfweiher. Auf dem Uferweg führt der Weg nach links bis zum gegenüberliegenden „Weiherwald“. Daran entlanggehen und einen Schotterweg in östlicher Richtung überqueren. Nach der Makadamstraße beginnt ein befestigter Waldweg. Er steigt leicht an, man geht unter einer Hochspannungsleitung durch und gelangt in den Wald. Und schon kommt die Materialseilbahn in Sicht, die Kalkstein vom Plettenberg zum Zementwerk nach Dotternhausen transportiert.
Zirka 200 Meter nach der Seilbahn den bisherigen Weg nach links verlassen. Der nun eingeschlagene Weg wird immer steiler und mündet schließlich als Fußweg auf eine geteerte Straße. Dem Fußweg nach links folgen. Nach ungefähr 150 Metern verlässt man die Straße wieder und geht geradeaus unter der Seilbahn hindurch auf einem geschotterten Waldweg weiter.
![]() Plettenberg |
In einem allmählichen Aufstieg gelangt man zu einem ehemaligen Schotterbruch (daher wohl die vielen Schotterwege ...) und sieht von weitem den Fernmeldeturm auf dem Plettenberg. Nicht zu früh freuen, bis zum Turm sind noch gut 80 Höhenmeter zu bewältigen! Interessant an dieser Stelle ist übrigens der Hang auf der rechten Seite, der teilweise aus Weißjura Nagelfluh besteht (Nagelfluh ist von der Natur verfestigter – ja, genau – Schotter!).
Ab dem Schotterbruch zunächst noch ca. 500 Meter auf fast ebenem Waldweg (Eselsteigweg) weiter gehen, dann aber scharf rechts abbiegen, denn da führt das Eselsteigle steil nach oben auf die Hochfläche vom Plettenberg. Nach links zwischen den Wacholderbüschen hindurch gelangt man zum Bergkreuz. Hier an dem mächtigen Eichenkreuz wurden von 1968 bis 1986 immer am Pfingstmontag Bergmessen gefeiert.
Nun heißt es verschnaufen und den herrlichen Blick genießen! Unten erstreckt sich malerisch die Albvorebene mit Dotternhausen, Dormettingen, das Schlichemtal mit Dautmergen, darüber der Kleine Heuberg mit dem Fachwerkstädtchen Rosenfeld und im Hintergrund dann der Mittlere Schwarzwald mit Freudenstadt, Kniebis, Schliffkopf und Hornisgrinde.
Aber es gibt noch mehr zu sehen! Dafür muss man sich wieder aufrappeln und in Richtung Fernmeldeturm weiterwandern. Unterwegs taucht eine schöne Heidefläche auf. Etwa 100 Meter vor dem Turm lässt man denselben rechter Hand liegen und gelangt so zur Tafel, auf der die Sage vom Zauberross beschrieben wird.
Einst zog Graf Friedrich von Zollern ins Heilige Land, so heißt es da. Mitten im Kriegstreiben traf er einen Fremden, der ihm gegen allerlei Versprechungen sein Pferd schenkte. Dieses Pferd, so versicherte der Fremde dem Grafen, würde sein Leben lang bei ihm bleiben. So geschah es, dass das treue Tier seinen Herrn nach langen Jahren heim auf den Zollern brachte. Doch da begab es sich, dass ... Aber nein, das soll hier noch nicht verraten werden. Wenn man schon mal da ist, kann man die Geschichte ja auch selbst lesen! Vom Standort bei der Tafel erschließt sich ein schöner Blick auf die Zollerburg, ins Eyachtal, auf Balingen, Hechingen und bei wirklich guter Fernsicht auch auf den Stuttgarter Fernsehturm.
Weiter geht es am Zaun entlang bis zum Fahrweg in Richtung Steinbruch. Unmittelbar vor dem Steinbruch auf dem HW 1 nach rechts abbiegen (der Spitze des Dreiecks folgen), dann gelangt man zu einer überdachten Brücke und daraufhin zu einem weiteren Aussichtspunkt (mit Orientierungstafel). Besonders schön ist es an dieser Stelle, wenn im Frühjahr auf der Albvorebene die Rapsfelder blühen und der Feldberg und das Herzogenhorn oft noch mit Schnee bedeckt sind!
Nur ein kleines Stück weiter den HW 1 entlang und schon ist man an der Plettenberghütte, die sonn- und feiertags bewirtschaftet ist. Wer seine Würstel mitbringt, kann diese hier aber auch am Vesperplatz selber grillen. Frisch gestärkt verlässt man danach den HW 1 und wandert Richtung Schömberg die Fahrstraße abwärts weiter. Am Anfang der Rechtskurve wandert man geradeaus und ein Stück sehr steil abwärts bis zu einem Brunnentrog (Übersetzung für Stadtpflanzen: Das ist ein ausgehöhlter Baumstamm, der als Schafstränke diente).
Von dort aus nach links den Fußweg entlang und dann schon nach 200 Metern nach rechts auf den befestigten Waldweg abbiegen, dem man bergab nach rechts bis zur Wegspinne folgt. Hier einfach nach rechts den Waldweg „Alte Setze“ nehmen, der erst eben, dann stetig abwärts aus dem Wald hinausführt.
Dann bei den Starkstromleitungen nach rechts. Schon kommt die betonierte Fahrstraße Dotternhausen – Plettenberg in Sicht. Auf dieser nach links gehen und direkt nach dem Sportplatz scharf rechts an der Natursteinmauer entlangwandern. Auf einem Wiesenweg unterquert man nun ein letztes Mal die Seilbahn. Beim ersten Garten (eins ... zwei ... drei Birken stehen da!) wendet man sich nach links, gelangt auf die Makadamstraße, der man nach rechts folgt und so zu dem Schotterweg gelangt, der durch den „Weiherwald“ zurück zum Dorfweiher und dann zur Sporthalle führt. Die Busse der Linie 7440 oder die Schwäbische-Alb-Bahn bringen Sie wieder flux nach Hause.
Diese Tour wurde dem Wanderführer "Abenteuer Stille " entnommen, der vom Gemeindeverwaltungsverband Oberem Schlichemtal herausgegeben wird. Das Buch mit weiteren Touren, Detailkarten und Tipps im praktischen Format mit Spiralbindung ist bei der Zollernalb-Touristinfo erhältlich. Weitere Tipps und Informationen rund um Freizeit und Urlaub auf der Zollernalb finden Sie auch unter http://www.zollernalb.com.









